Wie entfernt man persönliche Informationen aus dem Internet?

Cybersecurity Content Writer

All deine Aktivitäten im Internet hinterlassen Spuren. Von peinlichen Fotos bis hin zu deiner Adresse und den Namen von Familienmitgliedern – es gibt viele Informationen, die jeder in die Finger bekommen könnte. Aber es gibt eine Möglichkeit, dies zu ändern.

Das Entfernen deiner privaten Daten aus dem Internet kann kompliziert sein, schließlich ist das Netz voller privater Informationen. Allerdings denken heutzutage viele darüber nach, ihre privaten Daten aus dem Internet zu entfernen – und das zu recht.

Wenn du also nach einer Möglichkeit suchst, deine Privatsphäre wiederzuerlangen und das Risiko zu verringern, dass jemand deine Daten findet und für zwielichtige Zwecke nutzt, dann bist du hier richtig. Heute konzentrieren wir uns darauf, wie die Daten erhoben werden und was du tun solltest, um deine personenbezogenen Daten aus dem Internet zu löschen.

Warum sind deine Informationen online?

Die kurze Antwort auf diese Frage lautet: Deine Informationen sind online, weil du das Internet nutzt. Wann immer du surfst, hinterlässt du digitale Spuren, und diese Spuren können eine Vielzahl von personenbezogenen Daten enthalten, wie deinen Standort, deinen Gerätetyp und dein Alter. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Das Ausmaß der Datenerhebung hängt in der Regel von der Datenschutzerklärung und den Nutzungsbedingungen des Onlineangebotes ab.

Allerdings werden nicht Daten nicht immer legal erhoben, genauso wie die Daten nicht immer gesetzeskonform verwendet werden – schließlich leben wir im Zeitalter der Cyberkriminalität. Wenn deine Daten gestohlen wurden oder in die Hände von zwielichtigen Dritten gelangt sind, kann dies verheerend sein. Mit ausreichenden Daten können böswillige Akteure schwerwiegende Probleme hinsichtlich Finanzen und Reputation verursachen.

Hier sind einige Möglichkeiten, wie böswillige Akteure an deine Daten gelangen können.

Data Breaches

Datenleck sind eine der Hauptmethoden, mit denen Cyberkriminelle große Datenmengen auf einmal erbeuten können. In den meisten Fällen konzentrieren Angreifer sich darauf, unbefugten Zugriff auf Datenbanken zu erhalten, die Benutzerinformationen wie vollständige Namen, E-Mail-Adressen, Passwörter, Finanzdaten und andere personenbezogenen Informationen enthalten. Überprüfe jetzt mit Datenleck-Scanner, ob deine persönlichen Daten von einer Datenleck betroffen sind.

Datenhändler

Datennhändler sind Unternehmen, die deine Daten sammeln und verkaufen oder an Dritte weitergeben. Sie werden auch als „Zwischenhändler des Überwachungskapitalismus“ bezeichnet. Das Hauptproblem mit Datenhändlern und ihrem Geschäftsmodell besteht darin, dass du keine Kontrolle darüber hast, wer deine Daten kauft.

Soziale medien

Social-Media-Konten sind voller wertvoller Informationen. Heute könnte der Zugriff auf dein Social-Media-Profil genau das sein, was ein Hacker zum Erfolg benötigt. Denke einmal darüber nach: Wir teilen Fotos, posten Informationen über unsere Hobbys, teilen Urlaubspläne und chatten mit Freunden und Familie. Leider sind Cyberkriminelle clever, und der unbefugte Zugriff auf das Social-Media-Profil einer Person könnte genauso einfach sein wie der Start einer einfachen Phishing-Kampagne.

Gewohnheiten beim Internet-Surfen

Stell dir einmal vor, dein gesamter Browserverlauf würde veröffentlicht. Ja, das könnte sehr stressig und geradezu peinlich sein. Deine Browser-Historie kann ein lebendiges Bild von dir zeichnen, und jeder, der solche Informationen besitzt – insbesondere böswillige Akteure – könnte sie nach eigenem Ermessen missbrauchen. Oft verwenden Cyberkriminelle bösartige Software wie verdächtige Browser-Erweiterungen, um unbefugten Zugang zum Browserverlauf zu erhalten.

Finde heraus, was Google über dich weiß

Bevor du damit beginnst, deine Informationen aus dem Internet zu entfernen, musst du zuerst verstehen, was dort überhaupt zu finden ist. Der Ausgangspunkt ist „Google“. Gib einfach deinen Namen in die Suchmaschine ein und schaue, welche Ergebnisse zurückgegeben werden.

Entscheide, wie viel Privatsphäre du möchtest

Sobald du mit der Google-Suche fertig bist, kannst du eine bessere Entscheidung über das Maß an Privatsphäre treffen, das du erreichen möchtest, indem du deine Informationen aus dem Internet entfernst. Es versteht sich von selbst, dass die Entscheidung, wie privat du online sein möchtest, deine persönliche Entscheidung ist. Manche Leute wünschen sich vielleicht mehr Privatsphäre als andere. Wir haben eine Liste von drei wahrscheinlichen Szenarien zusammengestellt, die du in Betracht ziehen solltest.

Szenario 1: Du möchtest nicht alles löschen, aber du wünschst etwas Privatsphäre.

Du möchtest also online relativ aktiv bleiben, aber so viel wie möglich die Kontrolle über den Datenschutz übernehmen. Hier sind ein paar einfache Schritte, die du unternehmen kannst, um deine Privatsphäre im Internet zu verbessern.

Von Datenhändlern und Websites zur Personensuche abmelden

Um den Umfang der Informationen, die Datenhändler und Websites zur Personensuche sammeln, zu begrenzen, kannst du diese Unternehmen gesetzlich dazu verpflichten, alle deine vertraulichen Informationen aus ihren Datenbanken zu entfernen und das Sammeln insgesamt einzustellen. Das ist leichter gesagt als getan. Datenhändler sind dafür berüchtigt, dunkle Methoden zu entwickeln, um Benutzer davon abzuhalten, sich abzumelden. Wir haben jedoch eine Liste der Websites der wichtigsten Datenhändler zusammengestellt, die dich direkt zum Opt-out-Formular führen und dir hoffentlich Zeit sparen wird.

Du kannst auch kostenpflichtige Dienste wie Privacy Pros, Reputation Defender, DeleteMe oder Incogni nutzen, um deine privaten Daten von den Servern der Datenhändler zu erhalten.

Verschärfe die Privatsphäre-Regeln in deinen Social-Media-Konten

Unsere Social-Media-Konten enthalten eine Vielzahl von äußerst vertraulichen Informationen. Überlege dir also, ob die Datenschutzeinstellungen auf Social-Media-Plattformen für dich angemessen sind. Entdecke alle Optionen, welche die jeweilige Plattform in Bezug auf den Datenschutz bietet, und richte sie so ein, dass du dich wohlfühlst. Es empfiehlt sich, deine Social-Media-Konten stets als privat einzustufen, damit nur die Menschen, die du kennst, die von dir geteilten Inhalte sehen können.

Außerdem solltest du dir Gedanken darüber machen, deine Konten aufzuteilen. Du kannst deine Social-Media-Profile für den privaten und beruflichen Gebrauch jederzeit trennen. Auf diese Weise kannst du ganz einfach unterscheiden, was du auf verschiedenen Konten teilen möchtest, und jeweils verschiedene Datenschutzeinstellungen aktivieren.

Nutze die Datenschutzeinstellungen in Browsern und Suchmaschinen optimal

Wenn du einschränken möchtest, welche Art von Informationen Google sammelt, besuche die Aktivitätssteuerungsseite, um deinen YouTube-Suchverlauf, die Anzeigen-Personalisierung, In-App- und Web-Aktivitäten sowie den Standortverlauf zu verwalten.

Vergiss nicht, auch die internen Einstellungen deines Browsers zu verwenden, um deine Privatsphäre zu schützen. Die meisten Browser haben heute einen eigenen Bereich für Privatsphäre und Sicherheit. Passe diese Einstellungen an deine speziellen Anforderungen an.

Du könntest auch Webbrowser wie Brave oder DuckDuckGo in Betracht ziehen: Diese Browser verfolgen einen datenschutzorientierten Ansatz, um Benutzern dabei zu helfen, die Kontrolle über ihre privaten Daten zu behalten.

Nutze Werbeblocker

Werbeblocker beschränken die Anzahl der Anzeigen, die dir beim Surfen angezeigt werden. Der Hauptvorteil, den Werbeblocker bieten, könnte unbemerkt bleiben. Klar, sie machen das Surfen viel angenehmer, aber sie begrenzen auch den Umfang der Informationen, die Werbetreibende sammeln können, wenn sie ihre Anzeigen ausspielen. Es ist also eine gute Idee, Ad-Blocker auf deinen Desktop-Geräten sowie auf deinen mobilen Geräten zu aktivieren.

Szenario 2: Du möchtest deine Online-Präsenz so gering wie möglich halten.

Du nimmst deine Privatsphäre im Internet ernst und möchtest deinen Fußabdruck auf ein Maximum reduzieren, aber du möchtest deine Kommunikationskanäle offen halten. Hier sind einige Schritte, die du ergreifen kannst.

Entferne deine privaten Daten bei Google

Der erste Schritt für alle, die ihre Privatsphäre im Internet wirklich schützen wollen, ist es, aus dem Blickfeld von Google zu verschwinden. Die beste und schnellste Methode, dies zu erreichen, besteht darin, Google aufzufordern, Inhalte zu entfernen, die sich auf deine Person beziehen. Befolge die Anweisungen auf dieser Seite, um genau dies zu tun.

Schließe private Websites und Blogs

Hast Du eine persönliche Website oder einen Blog? Dann stehen die Chancen gut, dass viele Informationen über dich verfügbar sind. Um deine Privatsphäre im Internet zu maximieren, solltest du private Websites oder Blogs am besten schließen. Dadurch werden sie aus Googles Index gelöscht, was die Menge der über dich verfügbaren Daten im Internet einschränkt.

Lösche alte E-Mail-Konten

Alte E-Mail-Konten scheinen irrelevant zu sein, bis etwas geschieht. Die Tatsache ist, dass E-Mail-Konten ein Einfallstor zu deinen anderen Online-Konten sein können. Alte und ungenutzte E-Mail-Konten sind die Freude eines jeden Hackers. Deshalb solltest du verantwortungsvoll handeln und sie vollständig löschen. Auf diese Weise wirst du deine allgemeine Online-Sicherheit erhöhen und deine Privatsphäre verbessern.

Aktiviere die Do-Not-Track-Funktion in deinem Browser

Die meisten modernen Browser bieten eine Do-Not-Track-Funktion. Mit dieser Einstellung wird den Websites, die du besuchst, signalisiert, dass du ihre Tracking-Cookies nicht in deinem Browser haben möchtest. Im Wesentlichen verhindert die Do-Not-Track-Funktion, dass Websites deine Aktivitäten nachverfolgen können.

Lösche regelmäßig deinen Browserverlauf und deine Cookies

Jede Aktion in deinem Browser wird dokumentiert. Dein Browser enthält viele Informationen über deine Surfgewohnheiten, die Zeit, die du auf bestimmten Websites verbracht hast, und vieles mehr. Erwäge deshalb, deinen Browser regelmäßig zu bereinigen. Lösche deinen Browserverlauf in regelmäßigen Abständen und entferne Tracking-Cookies.

Entferne nicht verwendete Apps von deinen Geräten

Die meisten Apps auf deinem Gerät sammeln Daten in einem gewissen Maß. Wahrscheinlich verfügst du über Apps, die du nie verwendest, aber sie können dennoch Informationen wie deine Geräte-ID, Bildschirmgröße und sogar den Standort erheben. Für einen datenschutzorientierten Ansatz solltest du alle Apps entfernen, die du nicht mehr verwendest. Dies wird deine digitale Präsenz verringern und deine Online-Privatsphäre noch weiter stärken.

Nutze die Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen deines Smartphones

Beachte, dass die Apps, die auf deinem Smartphone verbleiben, höchstwahrscheinlich weiterhin Daten sammeln werden. Um dem entgegenzuwirken und die Sammlungsaktivitäten auf ein Minimum zu beschränken, nutze die internen Einstellungen deines Smartphones.

Die meisten Smartphones sind heute mit einer Vielzahl von Einstellungen ausgestattet, die dir dabei helfen, deine Privatsphäre zu wahren. Nimm dir die Zeit und überprüfe manuell, welche Apps was dokumentieren, und passe die Datenschutzeinstellungen auf deinem Mobilgerät entsprechend an.

Szenario 3: Du möchtest völlig aus dem Internet verschwinden.

Du hast also entschieden, dass das Leben im Internet nichts für dich ist und du die Verbindung ganz trennen möchtest. Nun, das könnte kompliziert werden.

Als erstes empfehlen wir dir, alle deine Social-Media-Konten dauerhaft zu löschen. Vergiss auch nicht, Konten auf Shopping-Websites oder bei anderen Services zu kündigen. Du solltest auch alle Services dazu auffordern, die Daten zu löschen, die sie über dich gesammelt haben. Wenn du das tust, wird dein Name aus dem Internet gelöscht.

Wenn du noch weiter gehen möchtest, solltest du dein Smartphone ganz aufgeben. Das Gleiche gilt auch für andere Geräte wie Smartwatches, Tablets, Laptops und sogar Desktop-Geräte. Wenn du das tust, bist du so nah wie möglich dran, komplett offline zu sein. Jetzt brauchst du nur noch eine kleine Hütte in den Bergen und schon lebst du den Traum vom Leben abseits der Zivilisation.

Aber Spaß beiseite, es ist heutzutage vielleicht nicht möglich, völlig offline zu leben. Jedes einzelne Bisschen deiner privaten Daten aus dem Internet zu entfernen, ist so gut wie unmöglich, besonders wenn du im digitalen Zeitalter geboren wurdest. Tatsache ist, dass du auf die eine oder andere Weise Spuren im Internet hinterlassen wirst, wenn du zumindest mit ein paar deiner Freunde oder Familienmitglieder in Verbindung bleiben möchtest.

Du möchtest also dein Comeback feiern

Du hast deine Privatsphäre ernst genommen und hast dich für eine Weile aus diesem ganzen Online-Spiel herausgehalten, nun möchtest du aber zurückkehren. Nun, das geht ganz schnell. Alles, was du brauchst, ist eine Verbindung zum Internet.

Online-Websites, Apps und Plattformen machen es spielend leicht, verlorene Konten wiederherzustellen. Ein neues Konto zu erstellen, ist einfacher, als ein altes zu schließen. Wenn du in den letzten fünf Jahren das Internet benutzt hast, wird es kein Problem sein, wieder online zu gehen.

Es ist jedoch wichtig, den Gedanken zu verinnerlichen, dass Cyberkriminalität ein Teil des Internets ist. Mehr Hacker als je zuvor tun ihr Möglichstes, um deine Daten in die Hände zu bekommen und gewinnbringend zu nutzen. Sicherheit ist entscheidend, wenn du es mit deiner Online-Privatsphäre ernst meinst. Und das Fundament der heutigen Cybersicherheit sind Passwörter – die erste Verteidigungslinie gegen unbefugten Zugriff.

Seien wir mal ehrlich: Passwortverwaltung ist keine einfache Aufgabe. Man muss ein sicheres und einzigartiges Passwort für jedes Online-Konto erstellen. Und heutzutage gibt es so viele Online-Konten – das Auswendiglernen von einzigartigen und komplexen Passwörtern zum Schutz jedes einzelnen Kontos ist nicht realistisch. Deshalb verwenden so viele Menschen die gleichen einfachen Passwörter für mehrere Konten, was ungefähr das Gleiche wäre, als hätte jede Tür in deinem Haus das gleiche Schloss.

Glücklicherweise gibt es heutzutage Passwort-Manager. NordPass ist ein solches Tool, das dir helfen kann, deine Online-Sicherheit zu erhöhen. Mit NordPass kannst du deine Passwörter, Kreditkartendaten und sicheren Notizen speichern und darauf zugreifen, wann immer du möchtest. Dank des integrierten Passwortgenerators kannst du mit wenigen Klicks ein neues Passwort für jedes neue Online-Konto erstellen.

Mit einem Passwort-Manager musst du deine Passwörter auch nicht länger manuell eingeben, weil er eine Funktion zum automatischen Ausfüllen bietet. Mit NordPass Premium erhalten Benutzer auch Zugriff auf erweiterte Sicherheitsfunktionen, wie Password Health zur Identifizierung von schwachen, alten oder wiederverwendeten Passwörtern, und Data Breach Scanner, womit Benutzer herausfinden können, ob ihre privaten Daten von einer Datenleck betroffen sind.

Mit einem zuverlässigen Passwort-Manager zur Hand wird die Rückkehr zum Leben im Internet einfacher und viel sicherer. Aber verlasse dich nicht nur auf unser Wort – probiere es einfach selbst aus.

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