Google Chrome ist der weltweit beliebteste Webbrowser. Laut Statcounter macht er über 65 % des Marktanteils aus. Er integriert mehrere Google-Dienste in den Browser, darunter Google Lens, Google Übersetzer, Gemini und den Google Passwortmanager. Wenn Sie Ihre Passwörter direkt in dem Browser zur Verfügung haben, den Sie täglich nutzen, ist das eine praktische Möglichkeit, Ihre Konten zu verwalten. Wir möchten herausfinden, wie Sie mit Chrome auf Ihre Anmeldedaten zugreifen und sie verwalten können, und warum dies möglicherweise nicht so zuverlässig ist, wenn es um die Sicherheit Ihrer Daten geht.
Inhalt:
So können Sie mit einem Desktop-Gerät Ihre gespeicherten Passwörter in Chrome anzeigen
Sie können Ihre gespeicherten Passwörter im Chrome-Webbrowser anzeigen, indem Sie auf den Google Passwortmanager zugreifen:
Starten Sie Google Chrome.
Klicken Sie auf das Drei-Punkte-Symbol in der rechten oberen Ecke der Symbolleiste.
Bewegen Sie den Mauszeiger über „Passwörter und Autofill“ und wählen Sie „Google Passwortmanager“.
Jetzt können Sie Ihre gespeicherten Passwörter durchsuchen.
So können Sie Ihre gespeicherten Passwörter in den Chrome-Apps für Android und iOS anzeigen
Um Ihre gespeicherten Passwörter in der Chrome-App für Android zu finden, gehen Sie wie folgt vor:
Starten Sie die Google Chrome-App.
Tippen Sie auf das Drei-Punkte-Symbol in der oberen rechten Ecke des Displays.
Tippen Sie auf „Einstellungen“.
Wählen Sie unter „Passwörter und Autofill“ die Option „Google Passwortmanager“.
Jetzt können Sie alle Ihre gespeicherten Passwörter anzeigen.
Um Ihre Passwörter in der Chrome-App für iOS zu überprüfen, gehen Sie wie folgt vor:
Starten Sie die Google Chrome-App.
Tippen Sie auf das Drei-Punkte-Symbol in der unteren rechten Ecke des Displays.
Tippen Sie auf das Schlüsselsymbol mit der Bezeichnung „Passwortmanager“.
Jetzt können Sie Ihre gespeicherten Passwörter anzeigen.
So verwalten Sie Ihre gespeicherten Passwörter
Mit Chrome können Sie ganz einfach Ihre Anmeldedaten aktualisieren, Anmeldedaten für Konten löschen, die Sie nicht mehr verwenden, und Passwörter aus einem anderen Browser importieren. Betrachten wir nun diese Prozesse Schritt für Schritt.
Passwörter bearbeiten
Sie können Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort bearbeiten und eine zusätzliche Notiz zu Ihren Anmeldedaten hinzufügen:
Suchen Sie im Google Passwortmanager das Passwort, das Sie bearbeiten möchten, und klicken Sie darauf.
Möglicherweise werden Sie als Sicherheitsmaßnahme aufgefordert, ein Passwort oder eine PIN einzugeben.
Sobald Sie das Element geöffnet haben, wählen Sie „Bearbeiten“ aus.
Geben Sie das neue Passwort ein. Optional können Sie dem Element eine Notiz hinzufügen.
Klicken Sie auf „Speichern“, um die Bearbeitung des Elements abzuschließen.
Passwörter importieren
Wenn Sie von einem anderen Browser oder Passwort-Manager zum Google Passwortmanager wechseln, können Sie Ihre bestehenden Passwörter einfach importieren:
Wählen Sie in der Seitenleiste des Google Passwortmanagers „Einstellungen“ aus.
Suchen Sie „Passwörter importieren“ und klicken Sie auf „Datei auswählen“.
Google importiert alle Passwörter aus der Datei.
Passwörter exportieren
Wenn Sie ein Offline-Backup Ihrer Passwörter erstellen oder zu einem anderen Passwort-Manager wechseln möchten, können Sie die CSV-Datei aus Ihrem Browser exportieren:
Wählen Sie in der Seitenleiste des Google Passwortmanagers „Einstellungen“ aus.
Suchen Sie „Passwörter exportieren“ und klicken Sie auf „Datei herunterladen“.
Möglicherweise werden Sie als Sicherheitsmaßnahme aufgefordert, ein Passwort oder eine PIN einzugeben.
Wählen Sie den Speicherort für die Datei auf Ihrem Gerät aus und klicken Sie auf „Speichern“.
Das Importieren und Exportieren ist sowohl im Desktop-Browser als auch in der mobilen Chrome-App möglich.
Passwörter löschen
Suchen Sie im Google Passwortmanager das Passwort, das Sie löschen möchten, und klicken Sie darauf.
Möglicherweise werden Sie als Sicherheitsmaßnahme aufgefordert, ein Passwort oder eine PIN einzugeben.
Sobald Sie das Element geöffnet haben, wählen Sie „Löschen“ aus.
Unten auf Ihrem Bildschirm wird die Benachrichtigung „Passwort gelöscht“ angezeigt. Sie haben fünf Sekunden Zeit, um auf „Rückgängig“ zu klicken, falls Sie Ihre Meinung ändern. Sobald die Benachrichtigung verschwindet, können Sie das Passwort nicht mehr wiederherstellen.
Sie können auch mehrere Elemente auf einmal aus dem Google Passwortmanager löschen. Beachten Sie jedoch, dass diese Aktion nicht rückgängig gemacht werden kann und alle Ihre Passwörter und Passkeys dauerhaft gelöscht werden.
Wählen Sie in der Seitenleiste des Google Passwortmanagers „Einstellungen“ aus.
Suchen Sie „Alle Google Passwortmanager-Daten löschen“ und wählen Sie „Daten löschen“.
Klicken Sie zur Bestätigung auf „Löschen“.
Verwalten von „Nie speichern“-Websites
Wenn Sie den Google-Passwortmanager als Standard-Tool verwenden, erhalten Sie beim Erstellen neuer Konten oder beim ersten Einloggen auf Websites eine Aufforderung, neue Passwörter zu speichern. Sie können dann die Daten speichern, die Aufforderung schließen oder „Nie“ auswählen. Wenn Sie die Aufforderung einfach schließen, fordert Chrome Sie wieder auf, die Daten zu speichern, wenn Sie sich das nächste Mal anmelden. Wenn Sie sich jedoch dafür entscheiden, die Anmeldedaten nie zu speichern, erhalten Sie die Aufforderung nicht mehr, es sei denn, Sie ändern die Einstellungen.
Wenn Sie Passwörter auf Websites speichern möchten, für die Sie festgelegt haben, dass sie nie gespeichert werden sollen, können Sie die Einstellungen des Google Passwortmanagers anpassen:
Wählen Sie in der Seitenleiste des Google Passwortmanagers „Einstellungen“ aus.
Suchen Sie unter „Abgelehnte Websites und Apps“ die Websites, für die Sie erneut Passwörter speichern möchten, und klicken Sie auf das „X“, um sie aus der Liste zu entfernen.
Tipps für eine bessere Passwortverwaltung
Passwörter schützen unsere persönlichen Daten und gewähren Zugriff darauf, aber die Handhabung aller Passwörter kann eine echte Herausforderung sein, insbesondere wenn man ein Passwort vergisst, während man gewisse Aufgaben schnell erledigen möchte. Um den Stress beim Umgang mit Ihren Anmeldedaten zu reduzieren und Ihre Konten zu schützen, können Sie ein paar Tipps befolgen:
Stellen Sie sicher, dass alle Ihre Passwörter einzigartig sind. Wenn ein von Ihnen mehrfach verwendetes Passwort bei einem Datenleck auftritt, sind ansonsten gleich alle Ihre damit geschützten Konten kompromittiert. Wenn Sie jedoch für jedes Konto ein individuelles Passwort verwenden, bleiben Ihre Daten beim Surfen im Internet sicher. Aktualisieren Sie Ihre Passwörter, beginnend mit den wichtigsten Konten, wie Ihrem E-Mail-Konto, dem Bankkonto, medizinischen Diensten und Ihren Messaging-Apps.
Erstellen Sie sichere Passwörter für Ihre Konten. Wir empfehlen, dass alle Ihre Passwörter mindestens 15 Zeichen lang sind und eine Kombination aus Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen verwenden. Alternativ können Sie auch eine Passphrase erstellen – eine Abfolge von Wörtern, die nur Sie kennen. Lesen Sie dazu unseren Artikel mit Tipps zum Einrichten eines starken Passworts.
Verwenden Sie einen Passwort-Manager. Wenn man viele Konten zu verwalten hat, sind all diese einzigartigen Passwörter schnell wieder vergessen. Sowohl der integrierte Browser-Passwortmanager von Chrome als auch Tools von Drittanbietern wie NordPass ermöglichen Ihnen, auch unterwegs auf Ihre Anmeldedaten zuzugreifen, ohne dass Sie sich alle merken müssen.
Richten Sie eine Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) ein. Sie können Ihre Anmeldeversuche über ein zweites Gerät bestätigen. Als zusätzliche Sicherheitsebene trägt die MFA dazu bei, dass Ihre Konten auch dann sicher bleiben, wenn Ihre Passwörter kompromittiert werden. Auch wenn Sie verschiedene Authentifizierungsmethoden wie Hardware-Token oder biometrische Daten verwenden können, sind Authentifizierungs-Apps eine der einfacheren Optionen. Sie können den NordPass Authenticator einrichten, um Einmal-Codes zu generieren, wann immer Sie sich per MFA anmelden müssen.
Verwenden Sie Passkeys. Wenn Sie sich nicht mit dem mühsamen Anmeldevorgang mit Passwort und MFA herumschlagen möchten, können Sie stattdessen zur passwortlosen Authentifizierung wechseln. Passkeys ermöglichen es Ihnen, sich bei Ihren Konten auf die gleiche Weise anzumelden, wie Sie Ihr Smartphone entsperren würden – mit einem Fingerabdruck, einem Gesichtsscan, einem Bildschirmmuster oder einer PIN. Diese Methode kombiniert die biometrische Authentifizierung mit Verschlüsselungsschlüsseln, schützt Ihr Konto und ermöglicht Ihnen ein einfacheres Anmelden.
Ist das Speichern von Passwörtern in Google Chrome eine gute Idee?
Der Google Passwortmanager ist eine nützliche Lösung, wenn es um browserbasierte Passwort-Manager geht. Viele Nutzer verlassen sich jedoch ausschließlich auf die Bequemlichkeit des Programms und stellen die eigentliche Sicherheit der Passwörter in den Hintergrund. Im Vergleich zu speziell entwickelten Passwort-Managern lässt eine integrierte Browserlösung tatsächlich viel zu wünschen übrig.
Zwar müssen Sie Ihre Identität verifizieren, um die im Google Passwortmanager gespeicherten Elemente anzuzeigen, aber die Überprüfung bleibt so lange gültig, bis Sie den Browser schließen. Google hat auch nicht bekannt gegeben, welche Verschlüsselung es zum Schutz sensibler Daten verwendet. Ein Passwort-Manager wie NordPass verschlüsselt Ihre Daten anhand der XChaCha20-Verschlüsselung und ermöglicht es Ihnen, eine automatische Sperre einzurichten, die sicherstellt, dass Sie Ihre Identität nach einer bestimmten Zeit erneut verifizieren müssen.
Mit NordPass Premium können Sie in Ihrem bevorzugten Browser erweiterte Funktionen wie z. B. Passwortqualität, Datenleck-Scanner und E-Mail-Masking freischalten. Sie müssen keine Kompromisse zwischen Sicherheit und Komfort eingehen – mit NordPass haben Sie beides.