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Black-Friday- und Cyber-Monday-Betrug entdecken

Jomile Nakutaviciute
Content Writer

Für manche sind Black Friday und Cyber Monday die ideale Gelegenheit, um sich mit Weihnachtsgeschenken einzudecken. Andere sind in dieser Zeit darauf aus, deine Emotionen gegen dich zu verwenden und deine Daten zu stehlen. In diesem Beitrag erfährst du mehr über derartige Betrugsmaschen im Internet. Außerdem erklären wir dir, wie du sie identifizierst und was du tun kannst, wenn du ihnen doch einmal zum Opfer gefallen sein solltest.

Gängige Betrugsmaschen am Black Friday und Cyber Monday

1. Websites, auf denen du eine App herunterladen sollst

Stell dir vor, du tätigst gerade einen Online-Kauf, als sich plötzlich herausstellt, dass die einzige Möglichkeit zur Nutzung dieses exklusiven Angebots darin besteht, eine App zu verwenden.

In manchen Online-Shops gibt es tatsächlich exklusive Angebote für Nutzer von mobilen Apps. Aber sei bitte vorsichtig. Wenn du auf der Website eines Händlers einkaufst und das Unternehmen dich bittet, seine App herunterzuladen, um die Transaktion abzuschließen, solltest du schnellstmöglich das Weite suchen. Denn damit sollst du höchstwahrscheinlich dazu verleitet werden, eine betrügerische App herunterzuladen, die ausschließlich mit dem Ziel entwickelt wurde, deine Zahlungsdaten zu stehlen.

2. Gefälschte Websites

Gefälschte Websites sollen dabei genau wie die Webauftritte von echten Online-Shops aussehen. Dahinter verbirgt sich jedoch ein System, dessen Zielsetzung allein darin besteht, deine Kreditkartendaten sowie deine anderen personenbezogenen Daten zu stehlen.

Die gute Nachricht: Wenn du ein paar Tipps und Tricks beherzigst, ist es ganz leicht, gefälschte Websites auch als solche zu erkennen:

  • Sieh dir die URL genau an. Vertrauenswürdige Websites nutzen stets https in ihren URLs, wobei das „S“ für „sicher“ (beziehungsweise das englische Wort „secure“) steht. In den meisten Browsern wird zudem ein Vorhängeschloss-Symbol angezeigt, das dich darauf hinweist, dass diese Website entsprechend anerkannt und vertrauenswürdig ist. Wenn du jedoch nur HTTP oder ein geöffnetes Vorhängeschloss siehst, ist die Website nicht sicher. Dann solltest du dort auch nicht deine personenbezogenen Daten angeben.

  • Achte auf schlechte Grammatik. Findest du auffällige Rechtschreibfehler, bedeutet das in der Regel, dass der Website nicht vertraut werden sollte. Die Content-Teams legitimer Websites stecken viel Zeit und Mühe in eine fehlerfreie, attraktive Darstellung.

  • Sieh auf der Seite „Impressum“ nach. Ein im Handelsregister eingetragenes Unternehmen macht dort in der Regel Angaben zu seinem Geschäftssitz und weist zudem seine Kontaktdaten aus.

  • Informiere dich eingehend. Suche in mehreren Quellen nach Online-Bewertungen über das Unternehmen. Genieße sie jedoch immer mit Vorsicht. Denn wenn du ausschließlich sehr neue Bewertungen findest, diese stets im selben Ton geschrieben sind oder zu lustig klingen, um wahr zu sein, sollte dir das suspekt sein.

3. Lieferprobleme bei deinem Einkauf

Sei vorsichtig bei E-Mails und SMS, die du erhältst, nachdem du deinen Kauf im Internet getätigt hast. Heutzutage versenden Betrüger oftmals Benachrichtigungen, in denen behauptet wird, dass sie von UPS, FedEx oder sogar von Online-Shops wie Amazon stammen.

Der Text darin könnte etwa wie folgt lauten:

„Es tut uns leid, aber dein Paket konnte nicht versendet werden. Bitte klicke hier, um die Lieferbedingungen zu ändern oder deine Zahlungsart zu aktualisieren.“

Wenn dir Waren aus dem Ausland zugesandt werden sollen, musst du auch bei Benachrichtigungen wachsam sein, in denen du zur Zahlung von zusätzlichen Zollgebühren aufgefordert wirst. Halte einen Moment inne und überprüfe den Lieferstatus auf der Website, auf der die Bestellung tatsächlich aufgegeben wurde. Überprüfe zudem, ob Zollgebühren im Lieferpreis enthalten waren.

4. Kostenlose Black-Friday-Geschenkgutscheine

Im Rahmen einer weiteren gängigen Betrugsmasche könntest du zudem darüber benachrichtigt werden, dass du eine Geschenkkarte von einem bekannten Einzelhändler gewonnen hast. Um diesen Gutschein einzulösen, musst du dann lediglich eine Nachricht mit einem zufälligen Code absenden.

In Wirklichkeit gelangen Betrüger so an deine Daten und infizieren dein Gerät mit Malware. Die betrügerische Nachricht kann dann an alle Kontakte aus deinem Adressbuch gesendet werden.

5. Phishing-Betrügereien

In einem Phishing-Angriff erhält das Opfer eine E-Mail oder SMS mit einem Köder, bei dem es sich möglicherweise um ein Angebot handelt, das man sich auf jeden Fall sichern möchte, oder um Informationen, auf die man sofort reagieren muss. Der Zweck eines solchen Köders besteht darin, dich auf eine gefälschte Website zu locken, damit du dort deine sensiblen Daten eingibst.

Wenn du bei diesem Phishing-Köder anbeißt, solltest du wissen, dass Betrüger deine gestohlenen personenbezogenen Daten oder Zahlungsinformationen verwenden können, um gefälschte Online-Profile zu erstellen, Kredite aufzunehmen, deine Kreditwürdigkeit zu ruinieren oder sogar deine Identität zu stehlen.

Das kannst du tun, wenn du Opfer eines Betrugs geworden bist

Wenn du zum Opfer einer Betrugsmasche geworden bist, solltest du dich zuallererst nicht aus der Ruhe bringen lassen: Es ist noch nicht zu spät, um deine Konten und dein Geld zu schützen. Das kannst du tun:

  • Überprüfe deinen Kontoauszug. Wenn noch nichts passiert ist, aber du glaubst, dass deine Daten gestohlen worden sein könnten, überprüfe bitte regelmäßig deine Kontoauszüge auf verdächtige Einkäufe, egal, wie klein sie auch sein mögen. Fahre dann mit dem nächsten Schritt fort.

  • Benachrichtige deine Bank. Setze dich sofort mit deiner Bank in Verbindung, wenn dir eine verdächtige Belastung deines Kontos aufgefallen ist oder du für eine Ware oder Dienstleistung bezahlt und nun festgestellt hast, dass es sich dabei um einen Betrug handelte. Deine Bank kann dir daraufhin mitteilen, ob es sich bei der verdächtigen Transaktion um einen Betrug handelte (oder ob du die Transaktion nur gerade vergessen hattest), und anschließend in einigen Fällen die Transaktion auch stoppen oder rückgängig machen.

  • Sperre deine Karte. Bitte deine Bank auch gleichzeitig, deine Karte zu sperren. Bei einigen Anbietern von Prepaid-Karten geht das ganz einfach; dort kannst du deine Karte in der App sperren.

  • Benachrichtige den Verkäufer. Bekannte Marken werden oftmals im Rahmen von gängigen Betrugsmaschen dafür eingesetzt, Kunden in die Falle zu locken. Wenn dir das passiert, solltest du den offiziellen Verkäufer kontaktieren und seinen Kundendienst darüber informieren, dass jemand den Namen der Marke für Betrugszwecke nutzt. Die Marke kann daraufhin ein offizielles Statement abgeben, ihre Kunden direkt über das Problem informieren und weitere Sicherheitsvorkehrungen treffen, um zu verhindern, dass noch andere Menschen einem solchen Betrug zum Opfer fallen.

  • Bleib beim Thema Cybersicherheit auf dem Laufenden. Sobald alle oben genannten Schritte abgeschlossen sind, musst du nur noch sicherstellen, dass du nie wieder Opfer eines solchen Betrugs wirst. Das gelingt dir am besten, wenn du lernst, wie du derartige Betrugsmaschen zielgerichtet erkennst und ihnen aus dem Weg gehst.

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8 einfache Möglichkeiten, um Betrugsmaschen aus dem Weg zu gehen

1. Probiere alternative Zahlungsmethoden aus

Vermeide es möglichst, bei deinen Transaktionen Bankdaten zu verwenden, die mit deinen Ersparnissen oder deinem regelmäßigen Arbeitseinkommen in Verbindung stehen. Nutze stattdessen lieber Alternativen wie:

  • Apple Pay oder Google Pay. Bei diesen Zahlungsmethoden kommt eine Kombination aus biometrischen Daten und anderen digitalen Sicherheitsvorkehrungen wie 2FA zum Einsatz, um deine Daten zu sichern.

  • Kreditkarten bieten dir zudem Verbraucherschutz für den Fall, dass du dein Geld zurückfordern musst.

  • Für einen einmaligen Kauf oder allein für das Online-Shopping können zudem virtuelle Karten ausgestellt werden.

Wenn du alternative Zahlungsmethoden nutzt und dann deine Daten in die falschen Hände geraten, ist der entstandene Schaden minimal. Denn mit diesen Zahlungsmethoden kann sich normalerweise niemand Zugang zu riesigen Geldbeträgen verschaffen; zudem können sie recht schnell gesperrt werden.

2. Schütze deine Daten mit einem VPN

Wenn du über ein öffentliches WLAN einkaufst, ist es ratsam, dich dabei mit einem VPN zu schützen. Denn du kannst nicht wissen, wer noch alles deinen Datenverkehr im Internet verfolgt, und bei einem ungeschützten WLAN ist das für Tunichtgute wirklich sehr einfach. Ein VPN verschlüsselt und versteckt die über das Internet übertragenen Daten, sodass Cyberkriminelle nichts stehlen können.

3. Create complex passwords

Es kann mühsam erscheinen, für verschiedene Online-Shops unterschiedliche Passwörter anzulegen. Führt das in letzter Konsequenz dazu, dass du dir meist einfache und leicht zu merkende Passwörter ausdenkst? Doch wenn sie für dich leicht zu merken sind, sind sie auch für Hacker leicht zu knacken. Und da diese Websites deinen Namen, deine Adresse und deine Zahlungsdaten kennen, sind sie für Hacker geradezu eine Goldgrube.

Deshalb solltest du sicherstellen, dass dein sichere Passwörter mehr als 8 Zeichen sowie Zahlen, Groß- und Kleinbuchstaben und Sonderzeichen wie .,! beinhaltet. @ # ? ];. Keine Sorge – das musst du nicht alles alleine machen. Mit dem Passwort-Generator von NordPass kannst du in Sekundenschnelle komplexe Passwörter erstellen.

4. Behalte deine Ausgaben stets im Blick

Behalte deine Konten im Internet sowie deine Kreditkartenabrechnungen stets im Auge und stelle sicher, dass dort in der Vorweihnachtszeit keine Unstimmigkeiten auftreten. Achte auf verdächtige Einkäufe, insbesondere auf kleinere, da Betrüger dazu neigen, mit niedrigen Beträgen zu beginnen, bevor sie zum großen Schlag ausholen.

5. Wähle deine Apps mit Vorsicht

Überprüfe den Namen, die Beschreibung und das Symbol einer App, die du herunterladen möchtest. Betrügerische Apps können nicht denselben Namen wie die echte App verwenden, als die sie sich verkleiden möchten. Deshalb ersetzen sie oftmals den Buchstaben O durch eine Null oder ändern ihren Namen. „SwiftKey“ wird dann beispielsweise zu „SwiftKeyboard“ oder „WhatsApp“ zu „Update WhatsApp“.

Wenn du mehrmals dasselbe Symbol im App Store siehst, sollten bei dir die Alarmglocken läuten. Die Kriminellen hinter einer betrügerischen App scheren sich nicht um Urheberrechtsverletzungen, und nicht alle App-Stores überprüfen die Anwendungen, die auf ihren Plattformen angeboten werden. Leider liegt es dann ganz an dir, dich darum zu kümmern, dass du dir auch die verifizierte App herunterlädst.

6. Halte deine Emotionen in Schach

Die meisten Betrugsmaschen zielen darauf ab, deine Emotionen gegen dich zu verwenden. Gehe zuerst in dich und werde dir bewusst, wie du dich fühlst, bevor du handelst. Verspürst du ein Gefühl der Dringlichkeit, Gier oder Angst? Das sind wichtige Anzeichen dafür, dass du mit der Nachricht, die du gerade erhalten hast, oder dem darin beschriebenen Angebot aufs Kreuz gelegt werden sollst.

Klicke nicht auf Links, lade keine Dateien herunter und gib keine personenbezogenen Daten an. Wende dich direkt an den Verkäufer oder das Lieferunternehmen und lass dir dort bestätigen, dass deine Lieferung tatsächlich verschoben wurde. Überprüfe die Social-Media-Konten der Händler und sieh nach, ob dort ihre sensationelle Aktion auch öffentlich zu sehen ist. Wenn dort alles passt: perfekt – dann kannst du dich über ein wirklich tolles Angebot freuen. Wenn nicht, solltest du besser die Finger davon lassen.

7. Sei auf der Hut vor neuen Betrugsmaschen

Betrüger sind sehr kreativ. Infolgedessen kann es für den alltäglichen Nutzer durchaus schwierig sein, den Überblick über sämtliche neuen Betrugsmaschen zu behalten, die in jeder neuen Saison auftauchen. Eine Möglichkeit, um immer auf dem Laufenden zu bleiben, ist die Google-Suche.

Führe mit folgenden Keywords eine Suchanfrage durch:

  • Firmenname + Betrug („Amazon-Betrug“)
  • Produktname + Betrug („neuer iPhone-Betrug“)
  • Neue Methode + Betrug („SMS-Betrug“)

8. Kannst du einen Passwort-Manager verwenden

Passwort-Manager sind Tools, die nicht nur deine komplexen Passwörter speichern, dir dabei helfen, neue Passwörter zu generieren, oder deine Konten vor Eindringlingen schützen. Natürlich gelingt ihnen all das mühelos; doch zusätzlich machen sie das Online-Shopping für dich zu einem Kinderspiel.

Passwort-Manager wie NordPass können deine Zahlungs- und Lieferdaten speichern, die dann jedes Mal automatisch ausgefüllt werden, wenn du im Internet einkaufst. Richtig gelesen: Du musst deinen Einkauf nicht mehr abbrechen, nur weil du gerade deinen Geldbeutel nicht finden kannst.

Behalte dieses Jahr einen kühlen Kopf

Wer mag schon keine Schnäppchen? Niemand, und das ist auch okay. Wenn du diesen Artikel bis hierher gelesen hast, bist du jetzt bestens gerüstet, um Betrugsmaschen zu identifizieren und ihnen stets aus dem Weg zu gehen.

Also kauf ruhig ein bis zum Abwinken. Denke nur immer daran, den Händler und seine Angebote genau zu überprüfen. Lass deine Emotionen erst ein wenig abkühlen, bevor du auf „Kaufen“ klickst. Denn wie heißt das alte Sprichwort? – Wenn etwas zu schön ist, um wahr zu sein, dann ist es das wahrscheinlich auch.

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