Wichtigste Erkenntnisse

  • Windows 10 und Windows 11 speichern Passwörter in der Anmeldeinformationsverwaltung, auf die Sie über die Systemsteuerung oder die Eingabeaufforderung zugreifen können. Um darauf zuzugreifen, benötigen Sie zunächst Ihr Administratorpasswort oder Ihre PIN.

  • Windows 7-Nutzer können gespeicherte Passwörter über die Systemsteuerung anzeigen, indem sie zu „Benutzerkonten“ navigieren und „Eigene Netzwerkkennwörter verwalten“ auswählen.

  • Die Passwörter für lokale Konten befinden sich in der SAM-Datenbank (Sicherheitskonto-Manager) auf Ihrem Laufwerk C: in einer Datei, die nicht geöffnet werden kann, während das System läuft. Windows speichert Passwörter immer als Hash-Werte.

  • Die integrierte Passwortspeicherung von Windows ist im Allgemeinen sicher, kann aber zum Problem werden, wenn jemand Ihr Administratorpasswort herausfindet und Zugriff auf das Gerät erhält.

Wo werden Passwörter in Windows 10 und Windows 11 gespeichert?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, gespeicherte Passwörter auf Computern mit den Betriebssystemen Windows 10 und Windows 11 anzuzeigen, und diese funktionieren auf beiden Betriebssystemen gleich. Windows nutzt die Data Protection API (DPAPI) – ein integriertes Verschlüsselungssystem, mit dem Anwendungen sensible Daten, einschließlich Passwörter, mithilfe von Anmeldedaten verschlüsseln können, die mit Ihrem Benutzerkonto und Ihrem Gerät verknüpft sind. Der Verschlüsselungsschlüssel wird aus Ihren Windows-Anmeldedaten abgeleitet und die Daten können nur von Ihnen auf Ihrem Computer verschlüsselt werden. Sie müssen sich als Administrator anmelden, um auf Passwörter zuzugreifen, die in Ihrem Windows-Speicher verschlüsselt sind.

Um herauszufinden, wo sich Passwörter auf Ihrem Computer befinden, benötigen Sie zunächst Zugriff auf Ihr Administratorpasswort oder die PIN für Ihr Gerät. Ein Administrator-Passwort ist ein Anmeldecode, der Ihnen Zugriff auf Ihr Windows-Gerät mit Administratorrechten gewährt. Mit diesem Passwort können Sie wichtige Änderungen auf Ihrem Computer vornehmen. Hierzu zählen etwa das Installieren und Deinstallieren von Software, Systemänderungen oder aber auch die Zugriffskontrolle sowie die Änderung von Passwörtern. Bewahren Sie Ihr Administratorpasswort unbedingt sicher und für Unbefugte unzugänglich auf. Wenn Administratorrechte missbräuchlich verwendet werden, kann dies zu schweren Schäden an Ihrem Windows-System führen.

In manchen Fällen ist das Administrator-Passwort mit dem Passwort identisch, das zur Anmeldung beim Microsoft-Konto verwendet wird. Wenn Sie diesbezüglich unsicher sind, empfehlen wir, zunächst das System Ihres Computers zu prüfen. Um Ihr Administratorpasswort zu finden, müssen Sie die App „Eingabeaufforderung“ öffnen, um auf die Registrierungsdatenbank von Windows und Ihr Administratorpasswort zuzugreifen. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie diese Einstellungen anpassen, da sie die zentralen Systemfunktionen steuern.

Registrierungsdatenbank

  1. Geben Sie „Eingabeaufforderung“ oder „cmd“ in die Windows-Suchleiste ein.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das App-Symbol und wählen Sie „Als Administrator ausführen“ aus.

  3. Windows fordert Sie dann dazu auf, der App zu erlauben, Änderungen an Ihrem Gerät vorzunehmen. Klicken Sie auf „Ja“.

  4. Geben Sie in der Eingabeaufforderung regedit ein und drücken Sie die Enter-Taste.

  5. Das Fenster „Registrierungs-Editor“ wird angezeigt.

  6. Wählen Sie in der linken Randleiste „HKEY_LOCAL_MACHINE“ > „SOFTWARE“ > „Microsoft“ > „Windows NT“ > „CurrentVersion“ > „Winlogon“ aus.

  7. Suchen Sie Datei „DefaultPassword“ und doppelklicken Sie darauf.

  8. Es öffnet sich ein Fenster, in dem das gespeicherte Administratorpasswort angezeigt wird.

Hinweis: Wenn Sie zum Entsperren Ihres Geräts eine PIN anstelle eines Passworts verwenden, ist die Option „DefaultPassword“ nicht verfügbar. Windows erlaubt Ihnen nicht, die PIN anzuzeigen, aber Sie können sie ändern oder zurücksetzen. Folgen Sie hierfür diesen Schritten:

  1. Starten Sie Ihren Computer.

  2. Wählen Sie auf dem Anmeldebildschirm „PIN vergessen“ aus.

  3. Wählen Sie „PIN zurücksetzen“.

  4. Melden Sie sich bei Ihrem Microsoft-Konto an, um einen Code zum Zurücksetzen zu erhalten.

  5. Der Code wird an Ihre E-Mail-Adresse gesendet. Kopieren Sie ihn und fügen Sie ihn auf dem Bildschirm zum Zurücksetzen ein.

  6. Richten Sie die neue PIN ein und klicken Sie auf „OK“.

Wenn die Option „PIN vergessen“ nicht angezeigt wird, müssen Sie sich mit dem Passwort für Ihr Microsoft-Konto anmelden. Anschließend können Sie die PIN in der App „Einstellungen“ zurücksetzen:

  1. Öffnen Sie die App „Einstellungen“ und wählen Sie „Konten“ in der Seitenleiste.

  2. Wählen Sie „Anmeldeoptionen“.

  3. Wählen Sie „PIN (Windows Hello)“ aus.

  4. Klicken Sie auf „PIN ändern“.

  5. Geben Sie die aktuelle PIN zur Verifizierung und dann die neue PIN ein. Optional können Sie das Kontrollkästchen markieren, um Buchstaben und Symbole in Ihre PIN einzuschließen und so eine stärkere Kombination zu erstellen.

  6. Wenn Sie sich nicht mehr an die aktuelle PIN erinnern können, wählen Sie „PIN vergessen“.

  7. Klicken Sie auf „PIN zurücksetzen“.

  8. Verifizieren Sie Ihr Microsoft-Konto, um den Code zum Zurücksetzen zu erhalten.

  9. Kopieren Sie den Code aus der E-Mail, die Sie erhalten haben, und fügen Sie ihn in den Bildschirm zum Zurücksetzen ein.

  10. Richten Sie die neue PIN ein und klicken Sie auf „OK“.

Wie bereits erwähnt, ist diese Vorgehensweise riskant, weil unsachgemäß ausgeführte Änderungen an der Registrierungsdatenbank von Windows zu schweren Schäden an Ihrem System führen können. Wenn Sie sich beim Umgang mit der Registrierungsdatenbank unsicher sind, können Sie Ihre Anmeldedaten herausfinden, indem Sie unserem Leitfaden folgen: Passwortwiederherstellung unter Windows 10.

Sobald Sie Ihr Administratorpasswort haben, können Sie Ihre Passwörter über die Anmeldeinformationsverwaltung oder mithilfe der Eingabeaufforderung finden.

Anmeldeinformationsverwaltung

  1. Öffnen Sie die Systemsteuerung.

  2. Wählen Sie „Benutzerkonten“.

  3. Klicken Sie auf „Anmeldeinformationsverwaltung“.

  4. Hier werden Ihnen zwei Abschnitte angezeigt: „Webanmeldeinformationen“ und „Windows-Anmeldeinformationen“.

  5. Unter „Webanmeldeinformationen“ finden Sie Passwörter, die Sie auf diversen Websites zur Anmeldung benötigen. Unter „Windows-Anmeldeinformationen“ finden Sie die übrigen Anmeldedaten, die auf Ihrem Computer gespeichert sind.

  6. Suchen Sie das gewünschte Konto und klicken Sie auf den Pfeil auf der rechten Seite.

  7. Klicken Sie im Dropdown-Menü neben dem Passwort auf „Einblenden“.

  8. Geben Sie in der Pop-up-Eingabeaufforderung Ihr Administratorpasswort oder Ihre PIN ein.

  9. Windows zeigt nun das Passwort an.

Eingabeaufforderung

  1. Geben Sie „Eingabeaufforderung“ oder „cmd“ in die Windows-Suchleiste ein.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das App-Symbol und wählen Sie „Als Administrator ausführen“ aus.

  3. Geben Sie den Befehl rundll32.exe keymgr.dll,KRShowKeyMgr ein und drücken Sie die Enter-Taste.

  4. Das Fenster „Gespeicherte Benutzernamen und Kennwörter“ wird angezeigt.

Profi-Tipp: Überprüfen Sie die von Ihnen ausgeführten Befehle immer auf ihre Richtigkeit und stellen Sie sicher, dass sie alle erforderlichen Kommas, Punkte und Leerzeichen enthalten.

Wo werden Passwörter unter Windows 7 gespeichert?

Wenn Sie Windows 7 verwenden, können Sie Ihre Passwörter über die Systemsteuerung verwalten:

  1. Öffnen Sie das Startmenü und wählen Sie „Systemsteuerung“ aus.

  2. Gehen Sie zu „Benutzerkonten“.

  3. Klicken Sie links auf „Eigene Netzwerkkennwörter verwalten“.

  4. Ihre gespeicherten Anmeldedaten werden angezeigt.

Wie gehen Sie vor, wenn das Problem darin besteht, dass Sie sich erst gar nicht auf Ihrem Computer anmelden können? Es gibt mehrere relativ einfache Möglichkeiten, um Ihre Anmeldedaten für Windows 7 mithilfe unseres Leitfadens wiederherzustellen.

Wo werden die Passwörter lokaler Windows-Konten gespeichert?

Lokale Windows-Kontopasswörter werden in der SAM-Datenbank (Sicherheitskonto-Manager) gespeichert. Sie finden die SAM auf dem Laufwerk C: Ihres Geräts:

  1. Öffnen Sie den Explorer.

  2. Wählen Sie „Dieser PC“ in der Seitenleiste.

  3. Wählen Sie unter „Geräte und Laufwerke“ das Laufwerk C: aus. Das Laufwerk kann nach dem Modell Ihres Laptops benannt sein.

  4. Öffnen Sie den Ordner „Windows“.

  5. Öffnen Sie den Ordner „System32“.

  6. Öffnen Sie den Ordner „config“.

  7. Suchen Sie die Datei mit dem Namen „SAM“.

Die Datei enthält Hashes Ihrer Anmeldedaten und wird auch von Systemwiederherstellungstools und Backup-Software verwendet, um den Systemzustand zu erhalten. Sie können nicht mit der SAM-Datei interagieren, aber wenn Sie wissen, wo sie sich befindet, können Sie überprüfen, ob Ihr Windows-System betriebsbereit ist und Ihre Passwort-Hashes intakt sind.

Wenn Ihr Gerät Ziel eines Angriffs ist, bei dem ein anderes Betriebssystem gestartet und der Windows-Kernel deaktiviert wird, können Cyberkriminelle mit der SAM-Datei interagieren und die Hashes extrahieren. Die Angreifer können dann auch Ihr Administratorpasswort zurücksetzen und Ihren Zugriff auf den Computer außer Kraft setzen.

Sie können in der Navigation „Dienste“ überprüfen, ob der Sicherheitskonto-Manager auf Ihrem Gerät wie erwartet ausgeführt wird:

  1. Drücken Sie auf die Windows-Taste + R , um „Ausführen“ zu starten.

  2. Geben Sie services.msc im Feld „Öffnen“ ein.

  3. Die Navigation „Dienste“ wird angezeigt.

  4. Scrollen Sie nach unten und suchen Sie nach „Sicherheitskonto-Manager“.

  5. Doppelklicken Sie auf „Sicherheitskonto-Manager“.

  6. Stellen Sie sicher, dass der Starttyp auf „Automatisch“ eingestellt ist und der Dienststatus „Wird ausgeführt“ anzeigt. 

In welchem Format speichert Windows Passwörter?

Alle in Windows gespeicherten Passwörter werden gehasht und verschlüsselt. Aus Sicherheitsgründen speichert Windows Anmeldedaten niemals in einer Datei im Klartext. Die Hashes werden in der oben genannten SAM-Datei verwaltet und sind für normale Benutzer selbst mit Administratorrechten nicht zugänglich, solange das System betriebsbereit ist.

Der von Windows erzeugte Hash ist für jedes Passwort einzigartig. Wenn ein Benutzer jedoch zwei Elemente speichert, die dieselben Passwörter verwenden, ist der Hash identisch. Wenn Sie beispielsweise „Passwort123“ als Passwort für Ihre E-Mail- und Bankkonten verwenden, haben diese denselben festen 32-Zeichen-Hash.

Ist die integrierte Passwortspeicherung von Windows sicher?

Windows bietet einen robusten, sicheren Speicher für Anmeldedaten. Alle Daten sind verschlüsselt und können ohne die API oder direkten Zugriff auf Ihren Computer nicht entschlüsselt werden. Doch obwohl das Risiko gering ist, können Kriminelle, die sowohl Zugriff auf Ihren Computer als auch auf Ihr Administratorpasswort oder Ihre PIN haben, leicht sehen, welche Passwörter Sie speichern.

Als alternative Option können Sie eine dafür vorgesehene App oder Browsererweiterung verwenden, um Ihre Anmeldedaten zu speichern. Der Standardbrowser von Microsoft, Microsoft Edge, verfügt über integrierte Unterstützung für die Speicherung von Anmeldedaten. Der Microsoft Passwort-Manager ermöglicht es Benutzern, Passwörter und Passkeys zu speichern und sie auf Anmeldebildschirmen automatisch auszufüllen und schlägt Passwörter für neue Konten vor – alles Standardfunktionen eines guten Passwort-Managers.

Allerdings weist der Microsoft Passwort-Manager die gleichen Schwachstellen auf wie die meisten anderen integrierten Browser-Passwort-Manager im Vergleich zu spezieller Software. Das Ganze funktioniert nur mit dem Edge-Browser, was es unflexibel macht, wenn Sie zu einem anderen Anbieter wechseln müssen. Außerdem kann er nur Anmeldedaten für Websites automatisch ausfüllen, während Passwort-Manager-Apps auch Daten in anderen Apps automatisch ausfüllen können.

Dem Passwort-Manager von Microsoft fehlen außerdem zusätzliche Sicherheitsfunktionen, wie z. B. die Überprüfung Ihres Tresors auf schwache und anfällige Passwörter. Wenn Ihr Microsoft-Konto kompromittiert wird, können Cyberkriminelle diese Daten nutzen, um auf in Ihrem Browser gespeicherte Passwörter zuzugreifen, was ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt. Sie können den Edge-Passwort-Manager in den Einstellungen Ihres Browsers deaktivieren.

Andere Möglichkeiten, um Ihre Passwörter wiederherzustellen

Wenn Sie sich Sorgen um die Sicherheit von Passwörtern machen, die in Microsoft-basierten Systemen gespeichert sind, oder sich einfach auf die Migration zu einem anderen Browser oder Betriebssystem vorbereiten, können Sie alternative Möglichkeiten zum Speichern von Anmeldedaten ausprobieren. Leider können Sie im Sicherheitskonto-Manager gespeicherte Passwörter nicht exportieren, sodass die Migration einige manuelle Schritte erfordert.

Die meisten Browser heutzutage, darunter auch Chrome, Firefox und Safari, bieten integrierte Passwort-Manager für einen einfacheren Zugriff auf Anmeldedaten. Sie synchronisieren in der Regel alles zwischen der Desktop-App und den mobilen Apps, sodass Sie flexibler auf Ihre Anmeldedaten zugreifen können. Sie sind jedoch längst nicht so zuverlässig wie spezielle Passwort-Manager-Apps und -Erweiterungen. Browser geben nicht immer klare Informationen über den Typ der Verschlüsselung, den ihre Passwort-Manager verwenden, und sie können einfacher kompromittiert werden als dedizierte Apps.

Anstatt sich beim Schutz Ihrer Anmeldedaten auf Ihren Browser zu verlassen, können Sie einen Passwort-Manager ausprobieren, wie zum Beispiel NordPass. Dieser ist verfügbar als Erweiterung für alle gängigen Browser, als Desktop-App für Windows und macOS und als mobile App für Android und iOS. Damit können Sie Ihre Daten ganz einfach zwischen verschiedenen Geräten synchronisieren.

NordPass unterstützt die Speicherung von Passwörtern, Passkeys, sicheren Notizen, Kreditkartendaten und digitalisierten Dokumenten. Zusätzlich zum Tresor mit XChaCha20-Verschlüsselung bietet NordPass zusätzliche Funktionen, wie zum Beispiel den Datenleck-Scanner und das Tool zur Überwachung der Passwortqualität, um Ihre persönlichen Daten zu schützen. Richten Sie NordPass auf Ihrem Gerät ein und bewahren Sie Ihre Passwörter an einem Ort auf, auf den nur Sie Zugriff haben.